Julia Kastner
Zeitgenössische darstellende Künste

Barbara und Julia Kastner

Zeitgenössische darstellende Künste

Brandrodung


Brandrodung - Gesang vom Ende von Huhtamaki

Dokumentartheater-Performance der freien Theatergruppe netz02 über die Schließung des Huhtamaki-Werkes (ehemals 4P Rube) in Göttingen

Mit Frauke Angel, Stepan Gantralyan, Jens Geumann, Hendrik Pape, Detlef Schmidt, Volker Stock (Videojockey)

Regie Harald Wolff Dramaturgie Barbara Kastner Ausstattung Tina Toeberg Kamera/ Schnitt/ Ton Heiko Siebert Regieassistenz Simon Mann Beratung Walter Stelzl
Zusätzl. Videomaterial Olaf Rothensee Zusätzl. Recherche Ima Drolshagen Zusätzl. Klanginstallation Julia Kastner

Am 11. Mai 2005 verkündete das weltweit agierende Verpackungsmittelunternehmen Huhtamaki die Schließung des Standortes Göttingen, die Entlassung der 540 Beschäftigten und die Verlagerung der Produktion nach Polen. „Brandrodung” erzählt von der Schließung Werkes: Von den hinter den Zahlen stehenden Menschen. Von ihrem Arbeitsleben und ihrem Alltag. Von ihren Ängsten und Hoffnungen. Drei Schauspieler, ein Sozialwirt und ein Mediator werden sich in diesem “Rama-Drama” live durch das gesammelte Material wühlen und in Bildern und Geschichten, in Videos und Leerformeln Einblick geben in die wirtschaftlichen Zusammenhänge unserer schönen neoliberalen Welt und die hinter ihr stehenden Wertmaßstäbe.

netz02 ist eine Freie Theatergruppe, geleitet von dem Regisseur Harald Wolff. Die ersten Recherchen zu „Brandrodung” begannen im Juni letzten Jahres - unmittelbar nach Abschluss der Inszenierung „Bombenfrau” von Ivana Sajko im Theater Discounter Göttingen. Die seitdem entstandenen Videointerviews mit den Arbeitern, Managern und Betriebsräten ergänzen den Theaterabend.

Premiere: 17. Mai 2006, 20 Uhr
Weitere Vorstellungen: 18. Mai, 20 Uhr
24./ 25./ 26./ 27. Mai